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Stephen Kiprotich aus Uganda schlägt Weltklasse und gewinnt Gold in London

Den kenianischen Topfavoriten gelang es nicht, den Erwartungen gerecht zu werden, die nicht nur in ihrer Heimat an sie gestellt waren. Angereist mit Bestzeiten und Meriten der Extraklasse, muss es als enttäuschend gewertet werden, wenn dabei "nur" Silber und Bronze herauskommen.

Andererseits ist dies einmal mehr der Beweis, dass Meisterschaftsrennen ihren ganz speziellen Charakter haben, olympische zumal. Nach rund 25 km hatte Abel Kirui mit einer kleinen Gruppe zum vorne alleine laufenden Wilson Kipsang aufgeschlossen, der sich nach 12 km angesetzt hatte und bis zu 14 Sekunden Vorsprung hatte. Von den mit der Zeit verbleibenden drei Läufern setzte sich zur Überraschung aller rund 5 km vor dem Ziel Stephen Kiprotich aus Uganda ab und weder Doppelweltmeister Kirui noch Kipsang (Bestzeit: 2:03:42) konnten ihm folgen.

Dies ist die zweite olympische Goldmedaille für Uganda nach dem Erfolg von John Aki-Bua über 400 m Hürden 1972 in München. Stephen Kiprotich (23) war bisher nicht durch Weltklassezeiten aufgefallen. Er hatte 2011 den Enschede-Marathon in 2:07:20 gewonnen und vergangenen Februar in Tokyo den dritten Platz belegt (2:07:50).

Wilson Kipsang ist nun in der neuen 2012-2013 WMM-Serie mit 35 Punkten an der Spitze, da er bisher der einzige Läufer ist, der in diesem Jahr schon zwei Rennen absolviert hat.